Answers
Usability Nullserie Design Produkte Team Nachhaltigkeit
wd3
Wir sind ein Designbüro, aber kein klassisches. Wir gehen tief in die Skills unserer Kunden. Wir sehen uns eher als Entwickler, als Partner für Konstruktion, Technik und Umsetzung. Wir haben die Schnittstelle zur Fertigung genauso im Blick wie die Umsetzbarkeit aller Facetten eines Produktes. Und wir beobachten, was sich im Markt verändert.
Gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln wir für unsere Kundinnen und Kunden nutzerorientierte Produkt- und Raumkonzepte, die begeistern. Wir erarbeiten technische Lösungen, die in Formgebung, Konstruktionsprinzip und Material überzeugen.
Wir entwickeln Produkte. Wir lassen Räume entstehen. Wir schaffen Orte.
1 Analyse
Ausgehend vom Lastenheft des Kunden und seinem Briefing analysieren wir zunächst die Ausgangssituation im Hinblick auf bereits vorhandene Produkte sowie die Markt- und Wettbewerbssituation. Wir tragen zusätzliche Informationen zusammen, etwa zu möglichen Herstellungsverfahren, und vervollständigen die Liste der Projektanforderungen. Wir lassen an den richtigen Stellen unseren Gedanken freien Lauf, hinterfragen bestehende Normen und Trends und beziehen bei allen Überlegungen die strategische Ausrichtung, den ökologischen Fußabdruck und die nutzerorientierte Gestaltung mit ein.
2 Vorentwurf
In dieser Prozessphase entstehen die Projektkoordinaten. Ideen und Lösungsansätze werden unter formalen und technisch-funktionalen Gesichtspunkten formuliert. Dabei fließen das Wissen und die Erkenntnisse aus der Analyse in den Kreativprozess mit ein. Die formale Sprache wird bereits hier definiert. Es werden mehrere Lösungsansätze erarbeitet und in Form von Skizzen und einfachen Volumenkörpern konkretisiert, um sie im nächsten Schritt zu bewerten.
3 Feinentwurf
Die erarbeiteten Lösungsansätze kommen in dieser Prozessphase auf den Prüfstand. Neben Visualisierungen fertigen wir Design-, Funktions- und Ergonomiemodelle sowie Mock-Ups bis hin zu einem ersten Prototyp. Jetzt wird das Lastenheft zum Pflichtenheft.
4 Realisation
Wir beginnen mit der Konstruktion des Produkts sowie der Planung der Fertigungsschritte. Wir begleiten eine erste Vorserie / Nullserie und überprüfen das Design unter anderem hinsichtlich Produktion und Usability. In Absprache mit der Produktion erstellen wir 3D-Konstruktions-Zeichnungen in den gängigen Fertigungsformaten..
5 Betreuung
Der Designprozess endet bei uns nicht nach dem Entwurf. Wir bieten Unterstützung in allen designrelevanten Punkten bis zur Serienreife. Wir treffen eine Lieferantenvorauswahl für die Serienproduktion, unterstützen Sie bei Machbarkeitsbesprechungen mit Konstruktion und Werkzeugbau. Wir liefern Ihnen Planungsdokumente und technischen Unterlagen für die Projektdokumentation.
Wir unterstützen Sie bei der Produktkommunikation / Messekonzeption / Vorbereitung von Produktprüfungen wie z.B. GS-Zertifikat / Einreichung zu Designpreisen /
Das Team mit einem breiten Gestaltungs-Background entwickelt seit 2016 Möbel, Raumstrukturen und temporäre Architektur, immer in enger Absprache mit den Auftraggeber:innen, die unsere Leidenschaft für langlebige, nachhaltige und funktionale Möbel teilen. Im Team decken wir den gesamten Prozess der Produktentwicklung ab und bieten unseren Auftraggeber:innen das komplette Projektmanagement von Konzeption und Konstruktion über das Design bis zur Produktkommunikation. Geschäftsführer Michael Daubner ist gelernter Schreinermeister, Holztechniker und als ehemaliger Geschäftsführer von Burkhardt Leitner kein Unbekannter in der Designszene. Er bringt über dreißig Jahren Erfahrung in der Entwicklung von modularen Raumstrukturen und im Leichtbau mit.
Design
Design, so wie wir es verstehen, geht tiefer, bis an den Kern eines Produktes. Wir setzen uns mit Materialien, mit Herstellungsprozessen auseinander, suchen stets nach neuen Werkstoffen, die uns und unseren Kunden neue Möglichkeiten bieten. Und wir betrachten ganz intensiv, welchen Impact ein Produkt bei den Nutzer*innen auslösen kann.
Gutes Design muss Anpassungen durch die Nutzer*innen zulassen, erlauben, fördern und dies auch signalisieren. Man muss schnell erkennen, wie ein Produkt funktioniert und was man mit ihm machen kann. Der einfache Zugang ist genauso wichtig wie das Auslösen eines positiven Impulses bei den Usern. Wir sehen das als Impact über das eigentliche Produkt hinaus, der andere Verhaltensweisen anstoßen kann. Das wiederum wirkt auf die Formensprache zurück – ist sie reduziert, fällt die situative Adaption leichter. Um das zu erreichen, arbeiten wir uns bis zum Innersten eines Produktes vor.
Wir denken stets mit, welche Möglichkeiten unsere Kunden haben, was für sie überhaupt machbar ist. Ein tolles Konzept bringt ja nichts, wenn es nicht umsetzbar ist oder erst hoher Investitionen in Produktionsprozesse bedarf. Auf der anderen Seite suchen vor allem mittelständische Unternehmen nach neuen Wegen, ihre Expertise zu nutzen, sind aber in ihrer Perspektive gefangen. Hier bringen wir uns als Entwicklungspartner ein, mit unseren Ideen, unserer agilen Arbeitsweise, unserer Lust, neue Wege zu testen und natürlich mit unserem tiefen technischen Know-how. Als Entwicklungsbüro können wir Erkenntnisse auf andere Projekte übertragen. Wir denken in Chancen und für unsere Kunden über den Tag hinaus. Kurzum: Wir sehen uns als Entwickler, als Partner für Konstruktion, Technik, Umsetzung und Research.
Wir müssen uns als Designer*innen viel mehr Technologiewissen aneignen, mehr Materialkenntnisse. Damit meine ich ein breites Grundwissen und die Fähigkeit, es bei spezifischen Aufgaben schnell auszubauen. Gestaltung erschöpft sich nicht nur in der Formensprache, sondern auch in Aspekten wie Sortenreinheit, Trennung, Footprint. Das ist mit ein Grund, uns als Designer*innen in Entwicklungsprozesse einzubeziehen. Gerade KMUs suchen nach anderen Wegen, ihr Potenzial, ihr Knowhow zu nutzen und benötigen dafür unsere Expertise. Denn viele Unternehmen sind in ihrer technischen Perspektive gefangen, benötigen einen agilen Partner von außen, der außerhalb von Normen denkt, ausprobiert und neugierig ist. Das ist kreatives Arbeiten, nur auf einer etwas anderen Ebene. Dazu gehört für uns auch zu ermitteln, welche Möglichkeiten unser Partner überhaupt hat und welche Lösungen passen.
„Viele Unternehmen sind in ihrer technischen Perspektive gefangen, benötigen einen agilen Partner von außen, der außerhalb von Normen denkt, ausprobiert und neugierig ist.“
Adaptive Produkte
Je flexibler und universeller ein Produkt nutzbar ist, desto besser ist es. Wir halten nichts von Produkten, die monofunktional sind oder nur ein ganz enges Nutzungsmodell abbilden. Solche Produkte sind nicht mehr zeitgemäß. Vermutlich waren sie es nie. Gute Produkte müssen adaptiv sein.
Die Adaptierbarkeit eines Produktes ist unserer Meinung nach von zentraler Wichtigkeit. Als Gestalter*innen konzipieren wir diese Variabilität bereits mit ein, wir bieten eine Art Möglichkeitswolke, aus der man sich als Nutzer*in bedienen kann. Natürlich ist das eine Herausforderung, auf die wir Designer besser eingehen sollten. Je reduzierter ein Produkt, umso einfacher lässt es sich situativ adaptieren. Das ist ein wichtiger Nachhaltigkeitsaspekt, der in Zukunft eine wesentliche Kundenanforderung sein wird.
Nachhaltigkeit
Wir suchen stets nach neuen Möglichkeiten, etwa nach Werkstoffen, die nachhaltiger sind, Ressourcen sparen, leichtere Konstruktionen erlauben. Nachhaltiges Design ist eine Best-Practice-Disziplin. Das bezieht sich auf die gesamte Wertschöpfungskette: Es geht um Werkstoffe, um Logistik, um Produktion und die Nutzungsphase bis hin zur Post-Use-Phase: Was passiert mit dem Gestalteten nach Gebrauchsende?
Wir treiben derlei auch selbst voran, so wie aktuell die myzelbasierte Materialität. Dass wir dabei auf der richtigen Spur sind, zeigen übrigens die vielen Design-Auszeichnungen.
Xbrick
Wir haben Xbrick® entwickelt, weil wir von der Idee eines radikal einfachen, langlebigen Minimalmöbels so überzeugt waren, dass wir sie selbst umsetzen mussten. Als Produktdesigner war es für uns der konsequente Schritt, nicht nur für andere zu entwickeln, sondern Verantwortung für ein eigenes Produkt zu übernehmen. Xbrick® ist für uns ein wertvolles Lernfeld: Wir erleben den gesamten Produktzyklus aus erster Hand – von Konstruktion, Herstellung und Logistik über Normen und Prüfungen bis zur Vermarktung. Dieses praktische Wissen fließt direkt in unsere Arbeit für unsere Auftraggeber ein.
Das Einfache ist bekanntlich oft schwierig. So haben wir ungefähr ein Jahr intensiv an der Umsetzung gearbeitet und sind dabei sehr weit in das Werkstoffthema eingestiegen. Schließlich wollten wir ein leichtes, einstofflich aufgebautes, schadstofffreies, nachhaltiges und vielseitig kombinierbares, also adaptives Produkt haben. Weil wir keine großen Stückzahlen anvisieren, fallen ja bestimmte Produktionsprozesse von vornherein raus, mit EPP glaubten wir eine problemlose Lösung gefunden zu haben. Aber tatsächlich trafen wir schnell auf Vorbehalte bei möglichen Produktionspartnern.